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Vorsicht, frisch gestrichen: Holzlasuren

07/2008 · Ob Gartenmöbel oder Gartenzaun - nicht vorbehandeltes Holz, das Wind und Wetter ausgesetzt wird, leidet. Die Sonne trocknet das Holz aus und lässt es rissig werden. Eindringende Feuchtigkeit wiederum lässt das Holz aufquellen und begünstigt die Ansiedlung von Schimmel- und Fäulnispilzen.

Ob Gartenmöbel oder Gartenzaun - nicht vorbehandeltes Holz, das Wind und Wetter ausgesetzt wird, leidet. Die Sonne trocknet das Holz aus und lässt es rissig werden. Eindringende Feuchtigkeit wiederum lässt das Holz aufquellen und begünstigt die Ansiedlung von Schimmel- und Fäulnispilzen. Um Holz vor Witterungseinflüssen zu schützen, sollte es mit einer speziellen Holzschutzlasur imprägniert werden. Holz, das mit einer Holzlasur behandelt wurde, ist wasserabweisend, witterungsbeständig und wirksam gegen Holzbläue- und Schimmelpilze geschützt.

Holzlasuren werden grob in Dünnschicht- und Dickschichtlasuren unterteilt. Dünnschichtlasuren haben eine wasserähnliche Konsistenz. Das erschwert zwar das Auftragen der Lasur, aber dafür kann sie tief in das Holz einziehen und es effektiv von innen schützen. Da Dünnschichtlasuren fast immer lösemittelhaltig und besonders geruchsintensiv sind, werden sie fast ausschließlich im Außenbereich eingesetzt. Mit der Zeit verwittert die Dünnschichtlasur, so dass Folgeanstriche unabdingbar sind.

Etwas beständiger sind Dickschichtlasuren, die sowohl lösemittelhaltig als auch wasserbasiert sein können und im Außen- sowie Innenbereich Verwendung finden. Dank ihrer lackähnlichen Konsistenz sind sie zudem leichter aufzubringen. Aber auch eine Dickschichtlasur macht Holz nicht auf ewig wetterfest, so dass früher oder später eine neue Holzlasur aufgetragen werden muss. Solch ein Folgeanstrich ist um einiges aufwändiger als bei einer Dünnschichtlasur: Eine Dickschichtlasur bleicht beim Verwittern nicht nur aus, sie blättert auch ab. Der abblätternde Altanstrich muss vollständig entfernt werden, bevor eine neue Lasurschicht aufgetragen werden kann.

Es ist möglich, Holz zunächst mit einer tief einziehenden Dünnschichtlasur zu behandeln und anschließend eine Dickschichtlasur aufzutragen. Alternativ kann inzwischen auch auf Mischformen von Dünn- und Dickschichtlasuren zurückgegriffen werden. Außerdem gibt es neben farblosen Holzschutzlasuren auch farbige Varianten; Holzmaserung und Materialcharakter gehen beim Auftragen farbiger Holzlasuren nicht verloren.

Zum Auftragen der Holzlasur eignet sich ein Flachpinsel oder eine Velourwalze. Die Holzlasur sollte gleichmäßig und dünn  in Holzfaserrichtung verteilt werden. Ist der erste Anstrich getrocknet, folgt der zweite Anstrich. Beim Auftragen einer lösungsmittelhaltigen Lasur empfiehlt sich das Tragen eines Atemschutzes.

Frischen Sie die Holzlasur regelmäßig auf, werden Sie lange Freude an Ihren Gartenmöbeln haben.


Weiterführender Link: Holzschutzlasuren im Test

 

Bildnachweis: Photocase.de (Fotograf: muffinmaker)

 

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