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Letzte Handgriffe im Garten

10/2008 · Allerspätestens wenn sich der erste Bodenfrost ankündigt, muss der Garten winterfest gemacht werden. Unter anderem müssen Bäume geschnitten und kälteempfindliche Pflanzen warm eingepackt  werden. Ohne diese letzten Handgriffe im Garten würden viele Pflanzen den Winter nicht überstehen. Was im Herbst noch alles im Garten zu tun ist, verrät unsere Checkliste für einen winterfesten Garten.

Allerspätestens wenn sich der erste Bodenfrost ankündigt, muss der Garten winterfest gemacht werden. Unter anderem müssen Bäume geschnitten und kälteempfindliche Pflanzen warm eingepackt  werden. Ohne diese letzten Handgriffe im Garten würden viele Pflanzen den Winter nicht überstehen. Was im Herbst noch alles im Garten zu tun ist, verrät unsere Checkliste für einen winterfesten Garten. 

Bäume und Gehölze
Im Gegensatz zu Koniferen und wintergrünen Laubgehölzen, die sich mit einem einfachen Formschnitt zufrieden geben, sollten Laubbäume und andere Gehölze zur kalten Jahreszeit einen Winterschnitt erhalten. Der Schnitt fördert das Wachstum, indem Platz für neue Triebe geschaffen wird.
Solange der Boden noch nicht gefroren ist, eignet sich diese Jahreszeit auch zum Pflanzen und Umsetzen von Bäumen. Eine Ausnahme bilden auch hier die Koniferen und Immergrünen, die schon im frühen Herbst oder aber erst im Frühjahr gepflanzt bzw. umgesetzt werden sollten.
Junge und empfindliche Bäume können dem Winterfrost nicht schutzlos ausgesetzt werden. Wurzeln sollten mit Tannenreisig abgedeckt, Stämme mit Sackleinen oder Schilfmatten umwickelt werden. Letzteres gilt nicht für immergrüne Bäume, die auch im Winter ausreichend Licht abbekommen müssen. 

Rosen, Kübel- und Topfpflanzen
Im Herbst müssen Rosen zurückgeschnitten werden. Damit sie den Winter gut überstehen, sollte der Rosenstamm außerdem mit etwas Erde, Kompost oder Mulch angehäufelt werden. Die Anhäufung kann ruhig 20 bis 30 Zentimeter hoch sein, bei Zwergrosen reichen 10 Zentimeter.
Sollen Kübel- und Topfpflanzen den Winter über im Garten oder auf dem Balkon stehen bleiben, benötigen sie einen Wärmeschutz. Kübel und Töpfe sollten zu diesem Zweck mit einer Noppenfolie, Sackleinen oder Schilfmatten eingepackt werden. Für immergrüne Pflanzen gilt auch hier: nicht komplett einhüllen, damit den Pflanzen nicht das Licht weggenommen wird.
Besonders empfindliche Kübel- und Topfpflanzen möchten den Winter lieber drinnen verbringen, in einem kühlen, trockenen Raum wie z.B. in einem Keller oder im Treppenhaus. Regelmäßiges Lüften nicht vergessen, damit keine Schädlinge oder Pilzkrankheiten die Pflanzen befallen.

Rasen
Auch der Rasen darf in den kälteren Monaten des Jahres nicht vernachlässigt werden. Im Herbst sollte er regelmäßig von heruntergefallenen Laubblättern befreit werden, damit genug Licht auf das Gras fällt und das Mooswachstum eingegrenzt wird. Moos und abgestorbene Stellen müssen mit einem Fächerbesen oder Vertikutierer entfernt werden. Ist der Boden sehr hart, empfiehlt es sich außerdem den Rasen mit einem Aerifiziergerät zu lüften. Alternativ lässt sich der Boden auch lockern, indem man leicht mit einer Gartengabel Löcher in den Rasen sticht.

Gartenteich
Ein richtig angelegter Gartenteich muss nicht sonderlich auf den Winter vorbereitet werden. Herbstlaub sollte jedoch regelmäßig von der Wasseroberfläche entfernt werden. Geschieht dies nicht, sinkt es irgendwann nach unten auf den Teichboden. Dies hat zur Folge, dass sich nach und nach Stickstoff im Teich anreichert, was im folgenden Jahr in einem Algenbefall enden kann.
Fische können den Winter im Teich nur überstehen, wenn er auch ausreichend tief angelegt ist (wenigstens 80 bis 100 Zentimeter). Außerdem darf sich keine geschlossene Eisdecke bilden, da sonst der Sauerstoffgehalt drastisch sinken würde.

Gartengeräte und Wasseranschlüsse
Bevor man die Gartengeräte an einem trockenen Ort einlagert, sollten sie gründlich gereinigt werden. Geräteteile aus Metall sind optimal vor Rost geschützt, wenn man sie mit Multifunktionsöl eingerieben hat.
Auch nicht vergessen werden sollte, die Wasserleitungen für den Garten abzustellen. Sonst besteht die Gefahr, dass Wasser in den Wasserleitungen gefriert. Sind die Rohre schon etwas älter, können so schnell Risse entstehen.

 

Bildnachweis: © Lianem - Fotolia.com

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