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Sie verleihen dem Essen nicht nur einen besonderen Geschmack: frische Kräuter und aromatische Gewürze sind aus der gesunden Küche nicht wegzudenken. Nicht von ungefähr sind viele Küchenkräuter auch als Heilpflanzen bekannt. Aus der Hülle und Fülle gesunder Kräuter und Gewürze stellen wir einige Vertreter und ihre Verwendung vor.
Basilikum
Basilikum ist in der Mittelmeerküche, aber insbesondere in Italien, wegen seines angenehmen Aromas beliebt. Insalata Caprese – der italienische Vorspeisensalat aus Tomatenscheiben, Mozzarella und frischen Basilikumblättern, abgeschmeckt mit etwas Olivenöl – ist wohl die bekannteste Speise mit der Gewürzpflanze. Aber auch andere Salate, Tomatensaucen und Pestos (z.B. Pesto alla Genovese, Pesto Rosso) werden gerne mit Basilikum zubereitet. In der fernöstlichen Küche (z.B. in Thailand und Vietnam) wird Basilikum u.a. für Curries und Suppen verwendet; asiatischer Basilikum schmeckt allerdings anders als die bei uns vorwiegend erhältliche Mittelmeervariante. Frischer Basilikum verliert beim Kochen rasch an Würzkraft. Deshalb lieber nicht mitkochen, sondern über die schon fertige Speise streuen.
Dill
In Europa wird Dill meist zum Würzen von Fischgerichten, Saucen sowie Salaten und für Eingelegtes (z.B. saure Gurken) verwendet. Bei der Herstellung von Kräuteressig gilt Dill als unverzichtbar. In der baltischen Küche wird Dill in gehackter Form über verschiedenste Speisen, vor allem aber über gekochte Kartoffeln und Suppen, gestreut – hierzulande greift man üblicherweise auf Petersilie oder Schnittlauch zurück. Dillöl hilft übrigens bei Bauchschmerzen und Blähungen.
Kümmel
Kümmel wird vor allem in der nord- und osteuropäischen Küche verwendet. Oft wird fälschlicherweise auch auf die zentral- und südasiatische sowie die nordafrikanische Küche verwiesen; in den meisten Fällen ist aber davon auszugehen, dass dabei Kümmel mit Kreuzkümmel (Cumin) verwechselt wurde. Geschmacklich sind sich die beiden Gewürze überhaupt nicht ähnlich. Mit Kümmel werden u.a. Pellkartoffeln, Sauerkraut und gekochter Kohl gewürzt. Aber auch einige Brot- und Käsesorten enthalten Kümmel. In Norddeutschland und Skandinavien stellt man außerdem Schnaps aus dem Gewürz her, der nach dem Essen als Digestif getrunken wird.

Petersilie
Petersilie ist aus der deutschen Küche nicht wegzudenken. Vor allem Suppen, Salate, Gemüse, Eier- und Fischgerichte werden mit Petersilie zubereitet. Durch langes Kochen verliert die Pflanze ihr Aroma. Petersilie sollte daher, wenn überhaupt, nur kurz erhitzt werden. Wer von Frühjahrsmüdigkeit geplagt wird, aufgepasst: Der hohe Gehalt an Vitamin C wirkt belebend.
Oregano
Eine Pizza ohne Oregano – undenkbar! Aber auch Pastasaucen, Schmorgerichte, Chili con Carne und deftige Aufläufe sowie Erbsen- und Bohnensuppen setzen auf das appetitanregende und verdauungsfördernde Küchenkraut. Oregano unbedingt länger mitkochen, da es nur so sein volles Aroma entfalten kann. Trotzdem sollte es nur sparsam verwendet werden, damit am Ende die anderen Komponenten der Speise nicht durch den intensiven Geschmack des Küchenkrauts übertönt werden.
Rosmarin
Rosmarin findet vor allem in Italien und Südfrankreich Verwendung, ist inzwischen aber auch jenseits mediterraner Gefilde ein beliebtes Küchenkraut. Neben Fisch- und Fleischgerichten (z.B. Lamm, Geflügel) lassen sich beispielsweise auch in Olivenöl gebratene Kartoffeln sowie Zucchini, Tomaten und Auberginen durch Rosmarin verfeinern. Wer sich nicht die Mühe machen möchte, die harten, ledrigen Blätter des Rosmarins zu zerkleinern, kann auch einfach einen ganzen Rosmarinzweig zugeben und ihn vor dem Servieren wieder entfernen. Rosmarin wird auch als vielseitige Heilpflanze geschätzt. In Apotheken ist zum Beispiel Rosmarinöl als Mittel gegen Kopfschmerzen oder rheumatische Schmerzen erhältlich. Außerdem vermag Rosmarin Herz und Kreislauf zu stärken.

Schnittlauch
Im Supermarkt ist Schnittlauch zwar auch tiefgefroren erhältlich, wird aber als Küchengewürz zumeist in der frisch geernteten und damit geschmacksintensiveren Form bevorzugt. In Mittel- und Nordeuropa streut man Schnittlauch gern auf Frischkäse und andere Brotaufstriche oder in die Suppe und Salate. Außerdem gehört Schnittlauch in den Kräuterquark wie das Salz in die Suppe und verleiht Saucen auf Basis von Ei oder Joghurt einen feinen Geschmack. Gesund ist er außerdem; Schnittlauch ist reich an Vitamin C.
Thymian
Wie Oregano oder Rosmarin ist auch Thymian den meisten aus der mediterranen Küche bekannt. Das Küchenkraut besitzt eine verdauungsfördernde Wirkung, weshalb es gern bei schweren, fettigen Speisen verwendet wird. Es passt gut zu Geflügel, Wild, Lamm und Schalentieren, aber auch Kartoffeln und Suppen verleiht Thymian eine besondere Note. Thymian kann mitgekocht werden, entwickelt bei hohen Temperaturen aber einen kräftigen Geschmack. Wer es milder mag, wartet mit dem Zugeben von Thymian bis kurz vor Ende der Garzeit.
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